Review: X-Press 2 – Raise Your Hands – The Greatest Hits

(11.07.08 / !K7)

Ibiza ist ja bei Freunden der Partykultur und elektronischer Tanzmusik immer noch ein Thema, um nicht zu sagen das Mekka.  Eigentlich erstaunlich, ist doch die House- und Technokultur eher schnellebig und veränderlich. Nun ja, der vielzitierte “Spirit of Ibiza” ist wohl nicht mehr ganz so präsent wie vor 10 oder 15 Jahren, aber das tut der Feierlaune scheinbar keinen Abbruch.
In diesem Kontext  ist die Greatest Hits Scheibe des britischen Trios X-Press 2 anzusiedeln. Ihr Sound hat die gewisse Ibiza-Charakteristik, wenn auch Ihre Tracks eher selten auf den einschlägigen Compilations vertreten sind.

Schliesslich sind Sie seit 15 Jahren an den Decks und Synths und sorgen immer noch für volle Clubs und kochende Stimmung. Nach all der Zeit kann man schonmal ein Best Of Album raushauen, und so sind denn auch keine Überraschungen auf der Platte zu finden, dafür alle wichtigen Singles.

Los geht’s mit dem wohl grössten Hit des Trios, “Lazy“, wo David Byrne von den Talking Heads meisterhaft den Gesangspart übernommen hat. Immerhin bis auf Platz 2 der britischen Charts hat‘s das Teil geschafft. Mir persönlich gefällt der Freeform Five RMX besser als das Orginial, dieser ist auf der Platte aber nicht zu finden.
Zwei eher housige Nummern gibt’s mit “London Express” und dem düsteren “Smoke Machine“, bevor dann mit “Kill 100” eine der grössten Clubhymnen von den Briten folgt. Ein wunderbarer Track, traurig, zurückhaltend und pumpend-groovend fordernd zugleich.
Tracks wie “AC/DC“  und “Muzikizum” sind gute Beispiele dafür wie man zu X-Press 2 im Club abgehen kann. Sogar in gospelige Gefilde geht es mit “Give It” und mit “Rock 2 House” gibt’s ne schöne progressive Nummer, abgeschmeckt mit blubberndem Oldschool-Acid, very nice indeed.

Des Weiteren ist eine breakige Nummer mit am Start, “Fire“, eine kleine Reminiszenz an die Soul Sonic Force / Zulu Nation. Zumindest hört sich das für mich so an.

Alles in allem eine schöne Platte für den nicht ganz so engstirnigen Freund der elektronischen Musik, da doch ziemlich vielfältig und mit diversen Stilen versehen. Kein Wunder, ist es ja schliesslich auch eine Übersicht über das 15-jährige Schaffen der Truppe. Trance, House, Funk, Breaks, Pop, Techno, alles in unterschiedlichen Dosierungen und Akzenten vorhanden und passend abgemischt.

(Banshee)


Tracks:

  1. Lazy
  2. London xpress
  3. Smoke machine
  4. Kill 100
  5. Ac/Dc
  6. Muzikizum
  7. Give it
  8. Muzik xpress
  9. Rock 2 house
  10. Fire
  11. Witchi tai to
  1. Lazy
  2. Kill 100
  3. Supasong
  4. Call that love
  5. Muzikizum
  6. Give it
  7. Lazy
  8. Don’t make me wait
  9. Enjoy the ride
  10. Fatboy slim / Star 69
  11. Missy Elliot / We run this
  12. Kelis / Milkshake
  13. Nitzer Ebb / Join in the chant

Rating: ★★★★★★★★☆☆


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