Die Stimme dürfte manchen aufmerksamen Hörern bekannt vorkommen. Neu ist, dass der Sound eher ein wenig härter und “rockiger” geworden ist. Denn Andrea Pestonis vorherige Band war Pureape, bei der er auch schon für das Songwriting, den Gesang und die Gitarre zuständig war. Und wenn sich Pureape eher im elektronischen Pop bewegten, findet man bei The Entry viele kantigere Einflüsse, die manchmal zurück bis in die Achziger reichen.
Die stehts mitschrummelnde Gitarre holt uns bei “Play Fake” sehr schnell ab und begleitet uns über weite Teile des Albums. Über dessen ganze Länge ist aber die Stimme am dominantesten: Nölig und schneidend klingt Pestonis Singweise, und ist eventuell nicht ganz jedermanns Sache. Jenen Menschen mit dem absoluten Gehör sei gesagt, dass die nicht immer ganz lupenreine Intonation der Stimme hie und da für Dissonanzen sorgt.
Aber zurück zur Musik: Sehr schnell findet man sich mal näher Glam und Bands wie IAMX bzw. Chris Corner, (worauf auch das Cover von Life Cabaret schliessen lässt), dann wieder in den Achzigern bei Eurythmics und Synth-Pop, oder in den Neunzigern bei Bands wie New Order. Hier, im Dunstkreis von New Wave scheinen viele Einflüsse von The Entry zu liegen. Doch die Synthies und elektronischen Instrumente sind in vielen Tracks eher in den Hintergrund gerückt. Die Hauptrollen werden von Drums, Gitarre und wie gesagt von der Stimme gespielt.
Dies kann auch mal recht düster und hart klingen, wie beispielsweise der Titelsong “Life Cabaret“, mit vielen wummernden Power-Chords. Der Link zu Eurythmics kommt dann spätestens mit “Oxygen“: Das Synthie-Pseudo-Cello und die immer auf den zweiten Schlag hämmernde Snare erinnert doch in einem gewissen Mass an deren “Sweet Dreams“.
Weitere Songs stechen ein wenig heraus, wie zum Beispiel “Kiss Me Violently“, ein eher härteres Stück mit einem Refrain, der irgendwo ein Hauch Goth spüren lässt. Von seiner Zusammensetzung sicher eines der interessanteren Stücke. Auch “Clowns” ist einer der erwähnenswerten Songs, mit seinem Beginn und Zwischenteilen in anderem Tempo und Rhythmus.
Und zum Ende wird dem Glam, Rock und Wave noch mit einem sehr ruhigen und versöhnlichen Stück abgeschworen. “Underwater“, mit akkustischer Gitarre und Piano, schliesst wieder Frieden mit allen.
“Life Cabaret” hat durchaus seine Momente. Wen die Mischung aus Wave, Glam, Rock und Pop nicht abschreckt und es zudem nichts ausmacht, wenn der Gesang mal ein wenig in der Intonation danebengreift, dem macht die Musik durchaus Spass. Auch wenn keines der Stücke ganz weit herausragt, sorgen viele der Songs mit guten Musikalischen Stilmitteln für ein gepflegtes Mitwippen
(grid)
Reinhören: http://www.myspace.com/theentry
Tracks:
- Play Fake
- Life Cabaret
- Oxygen
- Sonnet 1
- Snapshot
- I Am Confused
- Kiss Me Violently 1
- Poison Inside
- Clowns
- This Game
- Underwater
Rating: 






















