Melt! 2009

MeltGleichzeitig mit dem Gurtenfestival fand am letzten Wochenende in unserem nördlichen Nachbarland das Melt! Festival statt, welches auch einige Schweizer anzog – darunter Luca Bruno, welcher im www unter dem Pseudonym DerZensor aktiv ist. Hier seine Eindrücke von den Darbietungen Röyksopps und Aphex Twins:

Das MELT! Festival brachte dieses Jahr seine mittlerweile zwölfte Ausgabe über die Bühne. Dieses Festival findet jährlich auf der Ferropolis, einer stillgelegten Tagebaumine bei, bei Gräfenhainichen (rund eine Stunde von Leipzig entfernt) statt. Jedes Jahr überzeugt das Festival mit einem äusserst eklektischen Line-Ups, welches viel elektronische Musik bietet aber auch für den Indierock-Freund zahlreiche Leckerbissen bereithält.

Röykopp, welche zur besten Zeit auf der Hauptbühne vor sehr zahlreich erschienenen Publikum auftreten durften, punkteten beim Publikum insbesondere durch die gut abgestimmte Setlist; Den Löwenanteil dieser Setlist nahmen die Songs des aktuellen Albums Junior ein, allerdings kamen selbstverständlich auch zahlreiche Klassiker zum Zug. ‘What Else Is There?’ und ‘Poor Leno’ erhielten wohl die ekstatischste Rezeption von der Masse. Leider verzichteten Röyksopp trotz des riesigen Videoscreens auf Visuals, was die Bühnenperfomance zeitweise ein wenig mager aussehen liess. Besonders dann, wenn Anneli Drecker, die auf der aktuellen Festivaltour bei vielen Songs die weiblichen Vocals beisteuert, nicht auf der Bühne stand. Es ist nur mässig interessant, 2 Typen zuzuschauen, wie sie sich hinter allerhand Keyboards und Synthesizer verstecken.

Ebenfalls hinter einem DJ-Pult und zahlreichem anderen Equipment verschanzten sich ein paar Stunden später dann die eigentlichen Headliner des Abends: Aphex Twin, der exklusiv zusammen mit Florian Hecker auftrat. Aphex Twin dürfte den Meisten bekannt sein; Florian Hecker – nicht zu verwechseln mit Tim Hecker, der in ähnlichen musikalischen Gefilden beheimatet ist – ist ein Laptop-Artist aus dem Hause Mego, das wiederum bekannt für Veröffentlichungen von Musikern wie Fennesz oder Jim O’Rourke ist. Nach einem rund zehnminütigen Intro begann ihr Hauptset. Man wurde fortan mit einer Mischung aus Breakcore, IDM und Glitch beschallt, alles ausgestattet mit sehr viel Bass. Leider langweilten die Beiden mit diesem äusserst zerfahrenem Set; Auf 5 Minuten Beatgewitter folgte minutenlanges Gefrickel. Die langweiligen Soundcollagen der Beiden wussten leider nicht zu überzeugen und besonders der fehlende Spannungsaufbau machte den Auftritt eher ungeniessbar.

Den kompletten Bericht und andere Meinungen zum Festival gibt es im Indienet.


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Loudspeaker Igloo “Squeeeque" at the Shift FestivalLoudspeaker Igloo “Squeeeque" at the Shift FestivalWalls of Soap at the Shift FestivalLoudspeaker Igloo “Squeeeque" at the Shift FestivalConcert of Buvette at the Shift FestivalConcert of Nite Jewel at the Shift FestivalConcert of Nite Jewel at the Shift FestivalConcert of Gazelle Twin at the Shift FestivalConcert of Gazelle Twin at the Shift FestivalContainer and LoudspeakersProjection Art Installation at the Shift FestivalProjection Art Installation at the Shift Festival
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