Carbon Dioxide
Kohlenstoffdioxid (CO2) hat heutzutage eine sehr schlechte Presse. Dass aber nicht alles mit diesem Namen unbedingt schlecht sein muss, beweist Maoi aus Polen mit seinem Album "Carbon Dioxide". Durch Minimal, House und Elektro gearbeitet, ist Maoi nun beim Jazz angekommen. Beeinflusst durch Bands und Künstler wie Coldcut, Amon Tobin, Kenny Dorham und Paul Frankland erschafft er fröhliche bis düstere Sample-Welten, die an Alben von Wibutee und Filme von David Lynch erinnern. Mystery, Nebel und Zwischenwelten drängen sich bei Tracks wie "Together to Nowhere" auf.
Maoi kann aber auch sehr entspannt sein: "Human Instinct", locker und leicht, mit dem beinahe durchgehenden Bass-Sample erinnert an "Boogie Woogie" von Kruder und Dorfmeisters Klassiker "The K&D Sessions", wenn es auch einiges bewegter ist.
Aber trotzdem: Die Düsterheit überwiegt auf dem Album, vergleichbar mit Bohren und der Club of Gore. Hie und da eine Klarinette ("A Break To Remember"), Trompete ("Act 2 Scene 3") und immer wieder das Piano.
Rein von der Sampling-Technik her (weniger vom Stil) gegeben ist auch der Link zu Four Tet, wobei man den Tracks von Maoi anmerkt, dass sie nicht von einer Jazz-Combo aufgenommen sondern eben zusammengebaut wurden. So spürt man manchmal die "Flickstellen", es ist nicht immer durchgängig, nicht aus einem Guss sondern eben zusammengestellt.
Insgesamt eine sehr interessante Platte, vielleicht weniger für Jazz-Fundamentalisten als für experimentierfreudige Ambient/Lounge/Jazz/Chill-Freunde.
(grid)
Reinhören: http://www.myspace.com/immortalinstruments
- Personal Headshot
- Human Instinct
- Slow Motion
- Treasure
- Minutes Like Seconds
- Together To Nowhere
- Act 2 Scene 3
- A Break To Remember
- Carbon Dioxide
Die Tracks auf Myspace tönen ja schon mal sehr interessant.
Jacques's Bewertung von Carbon Dioxide:




