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Review: Sia

 Some People Have Real Problems

(14.01.08 / Import)

Nach "Colour the Small One" (2004) und "Lady Croissant" (2007, unser Review hier), zeigte sich Sia Furler fleissig und veröffentlichte bereits Anfangs dieses Jahres den Nachfolger mit dem schön ironischen Namen "Some People Have Real Problems", passend zu dem MS-Paint-Cover.

Aber auch neben ihren regulären Alben war Sia beschäftig. So hat sie z.B. 2006 das Album "Colour the Small One" nochmals herausgebracht, diesmal mit vier Bonus-Tracks: "Broken Biscuit" (von der "Don't Bring Me Down"-EP), "Sea Shells" (B-side von "Breathe Me") und zwei Remixes von "Breathe Me" von Four Tet und Ulrich Schnauss. Neben Tour und Promotion für ihre eigenen Alben machte sie dies auch für die 6. Staffel von Six Feet Under, auf deren Soundtrack sie vertreten war. Für das Tribut-Album "Exit Music: Songs with Radio Heads" steuerte sie zudem eine Cover-Version von "Paranoid Android" bei.

Aber nun zum neuen Album. Zwei Songs, nämlich "Lentil" und "I Go To Sleep" waren schon vom Live-Album "Lady Croissant" bekannt. Diese beiden Songs sind sehr ruhig, ansonsten ist das Album stilmässig sehr durchzogen. Es enthält bewegte, schon fast rockige Stücke wie "The Girl You Lost To Cocaine" oder "Electric Bird", verspielte Stücke wie "Playground" oder "Academia", aber auch ruhige, Piano-betonte Songs wie "Death By Chocolate", die schon fast an Norah Jones erinnern. Aber eigentlich lohnen sich Vergleiche mit anderen Sängerinnen bei Sia fast nie, denn ihre Stimme und ihre Art zu singen sind so unverkennbar eigen, dass man eigentlich nur von der Instrumentierung her Vergleiche mit anderen Musikern machen kann. Änlichkeiten zu Nora Jones oder auch Nelly Furtado (die frühen Alben) liegen aber nahe.

Trotz der Vielfalt, Unverkennbarkeit, Stimmgewalt und auch der Vorgeschichte der Australierin, sticht keiner der Songs auf dem neuen Album heraus. Songs wie jene auf "Colour The Small One", die einem sofort überwältigt haben (z.B. "Breathe Me" oder "Sweet Potato"), findet man auf dem neuen Album leider nicht.

Trotzdem ist es solide Arbeit, gut um morgens aufzuwachen oder beruhigend zum Autofahren (der Track "Beautiful Calm Driving"). Songs wie "Academia" mit seinem Algebra-Text ("I am a dash and you are a dot, when will you see that I am all that you've got?") bringen den Hörer zum grinsen, ansonsten ist es einfach ein schönes, relaxtes Album.

Reinhören kann man hier.

(grid)


Tracks:
  1. Little Black Sandals
  2. Lentil
  3. Day Too Soon
  4. You Have Been Loved
  5. Girl You Lost to Cocaine
  6. Academia
  7. I Go to Sleep
  8. Playground
  9. Death by Chocolate
  10. Soon We'll Be Found
  11. Electric Bird
  12. Beautiful Calm Driving
  13. Lullaby
  14. Buttons(Hidden Track)
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Kommentar von Benito am 21.02.2008
Wieder einmal ein Album, dass auch von "nicht-Softies", die auch auf elektronische Gewitter stehen...diese CD sollte man in seine Musiksammlung aufnehmen..bedenkelos und mit zufriedenem Lächeln..denn die melancholisch zufriedenen Stunden kommen bestimt...schönes Album mit aussergewöhnlicher Stimme und hörenswerten Melodien..

Benito's Bewertung von Some People Have Real Problems: