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www.Out-of-space.ch stellt in der Rubrik "Classics" ab sofort ausgewählte Werke in die Ahnengalerie. Präsentiert werden alte und frische Meister aus "unserem" Genre, die aus dem einen oder anderen Grund herausragende Bedeutung erlangt haben. Wie wir spätestens seit der Titanic und Lehman Brothers wissen, ist nichts zu gross, um unterzugehen, und so möchten wir die Werke durch die Hervorhebung natürlich auch zur kritischen Diskussion stellen.
Du vermisst einen Klassiker? Die Rubrik hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist laufend offen für Ergänzungen - ein Review deines Lieblingsklassikers ist also jederzeit willkommen (Kontaktdaten findest du hier).
Air - Moon Safari
Air bedeutet auf Französisch so viel wie Luft, Wind. Daneben gibt es noch einige Bedeutungen mehr, doch diese beiden Begriffe reichen bereits aus, um die Musik von Air und ihrem Debütalbum Moon Safari zu beschreiben.
Archive - You All Look The Same To Me
Wer Archive kennt, weiss, das die Band auf dramatische Herz-Schmerz-Musik steht und diese Vorliebe meist brilliant, manchmal aber auch etwas stark übertrieben rüberbringen kann. Beim ersten Album wurde die schöne Musik noch oft durch unpassende Raps gestört, das zweite geriet wunderbar schnulzig, und jetzt, nach weiteren zwei Jahren Wartezeit ist mit "You All Look The Same To Me" ein Meisterwerk erschienen, bei dem man sagen kann, dass die Band zu ihrem endgültigen ausgereiften Stil gefunden hat. Stolze 72 Minuten dauert die CD, und das trotz der relativ kurzen Playlist von 11 Titeln. Begonnen wird die Odyssee der Gefühle mit einer Mammut-Ballade von 16:30 Minuten Länge ("Again"), bei der sich einem vor Lust die Nackenhaare sträuben. Auffallend ist die sehr professionelle Stimme des Sängers, die stark an Radiohead-Frontmann Thom Yorke erinnert und perfekt in der Musik aufgeht; dazu wunderschöne Streicher, Mundharmonika-Einlagen, schleppende Beats und eine gute Prise Elektronik (die Songs bei ihren Höhepunkten unerträglich laut zu machen, haben sich Archive übrigens inzwischen auch abgewöhnt). Als nächstes folgt "Numb", ein düsterer Song, der wie eine härtere Version von Massive Attacks "Heat Miser" anmutet; weiter mit "M...
Björk - Medulla
Den ersten neuen Song von Björk hörte ich an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Athen am Fernsehen. Als ich dem Song "Oceania" lauschte, konnte ich es kaum erwarten, endlich die neue Björk-CD in den Händen zu halten. P.Tester ...
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Boards of Canada - The Campfire Headphase
Schon die ersten Klänge, die man hört, lassen keine Zweifel offen: Man hat die neue Boards of Canada vor sich. Typische Akordwechsel, sphärische Soundgebilde, die sich vor dem geistigen Auge aufbauen, ähnlich den "Islands" auf der Website von Boards of Canada, die man überfliegen und erforschen konnte (die Seite ist leider nicht mehr online). Neu bei diesem Album ist, dass sehr viele Gitarren verwendet wurden, die dem Ganzen mehr Weichheit und eine andere Art von Entspanntheit geben. So erinnern einige Tracks schon beinahe an die frühen Air (z.B. Satellite Anthem Icarus), doch Titel wie Chromakey Dreamcoat sind sehr typisch und unverkennbar Boarads of Canada. Die längeren Tracks werden durch kurze, 1- bis 2-minütige Intermezzos mit Namen wie A Moment of Clarity oder Constants Are Changing unterbrochen. Wie gesagt, das Album ist unverkennbar Boards of Canada. Leider konnten die Brüder Mike Sandison und Marcus Eoin mit dem Werk als Gesamtes jedoch nicht an die Stimmigkeit und die Atmosphäre von Vorgängeralben wie Geogaddi anknüpfen. Abgesehen von Tracks wie Chromakey Dreamcoat oder Oscar See Through Red Eye hab...
Portrait: Boards of Canada
Boards of Canada haben mit ihren minimalen und befremdlichen Sound-Frickeleien schon fast so etwas wie einen Star-Status im Kreis der Hörerschaft von elektronisch abstrakter Musik erlangt.
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Four Tet - Rounds
Selbst gespielt hat Kieran Hebden (so heisst der Londoner Künstler, der hinter Four Tet steht) warscheinlich nicht viel auf diesem Album. Viel mehr handelt es sich bei Four Tet um einen Sammler von Samples. Beispielsweise der erste Track "Hands" beginnt mit dem Herzgeräusch eines Hundes mit Herzrhythmusstörungen (auf diesen Sample sei er besonders stolz, hiess es). Auch sagt man über ihn, er verlasse nur selten das Haus ohne gewisse Recording-Geräte, Sampler oder gar das Notebook. Nun mögen einige sagen, Samples zusammenzuwerfen und daraus neue Tracks zu produzieren sei nichts Neues und schon gar nichts Schwieriges. Mag schon stimmen. Nicht aber für Four Tet. Auf diesem Album wird mit blossen Samples mehr Gefühl, Emotion und musikalische Schönheit erschaffen als auf manchen Alben mit einer "herkömmlichen" Instrumentierung. Fragile, verträumte Klänge, die an Sommerwiesen und Ferientage auf dem See erinnern. Im Kopf spulen sich Super8-Filme mit Kindheitsszenen aus glücklicheren Tagen durch. Das Album beginnt, wie schon erwähnt, mit Herzschlägen, arhythmisch, wie der ganze Track "Hands". Begleitet von feinem Gebimmel und Geklimper. Darauf folgt "She Moves She", einer der schnelleren Tracks de...
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Portrait: Four Tet
Four Tet ist der Name, der von Kieran Hebden für sein Solo-Projekt mit elektronischer Musik verwendet wird, um diese von seiner Arbeit mit der Postrock-Band <...
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Goldfrapp - Black Cherry
Es ist nie einfach ein zweites Album aufzunehmen, nachdem der Vorgänger von Kritikern und Publikum gleichermassen gefeiert wurde. So erging es auch Goldfrapp, nachdem uns das Duo im Jahr 2001 sein Debütalbum 'Felt Mountain' präsentierte, das durch sphärische Klanglandschaften und die betörende Stimme von Alison Goldfrapp bestach und durch seinen Soundteppich wie ein wunderschöner Filmsoundtrack anmutete. 12 Monate wurde im Studio am neuen Album gefeilt und jetzt ist es endlich da: 'Black Cherry'.
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I am X - The Alternative
X ist in diesem Fall Chris Corner, "nebenbei" Frontmann und Mastermind der (aufgelösten?) Londoner Band Sneaker Pimps, deren erstes Lebenszeichen das 1996 erschienene Debüt Becoming X war..Gefolgt vom erfolgreicheren Zweitling Splinter im Jahr 1999. Docj mehr dazu in unserem Bandprofil.
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Portrait: I am X
I am X ist das Soloprojekt von Chris Corner, seines Zeichens Urmitglied der Trip-Hop-Koryphäen Sneaker Pimps. Während der Status von Sneaker Pimps weiterhin Gegenstan...
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Massive Attack - 100th Window
jf - Darauf hat man lange gewartet! Die neuste Scheibe vom Trip-Hop-Urgestein Massive Attack. Schon alleine beim betrachten dieses Namens kommt Ehrfurcht auf, da sie ja unmissverständlich zu den absoluten Trip-Hop-Pionieren gehören und somit eine Band mit immensem Einfluss auf das heutige Musikgeschehen darstellen. Viel hat man im Vorfeld zum neuen Album schon gehört. Sie hätten ja schon einmal ein komplettes Album fertig gehabt, doch haben sie es wie es sich für exzentrische Genies gehört wieder komplett über den Haufen geworfen, auf dass nie ein Sterblicher das ihnen unwürdige Werk zu hören bekomme. So wurde kaum ein anderes Album sowohl von der Presse als auch von Musikliebhabern so sehr erwartet wie das neue und nun anscheinend auch würdige Massive-Attack-Album "100th Window". Die Erwartungen an die Soundtüftler aus Bristol waren natürlich immens, jedoch ist man wohl in letzter Zeit etwas vorsichtig geworden, was zu hohe Erwartungen anbelangt. Schliesslich wäre es nach Morcheeba oder den Pimps, um nur zwei davon zu nennen, nicht die erste Band dieses Genres, die eine andere, popigere Musikrichtung einschlägt.
Morcheeba - Charango
jf - Wer kennt es nicht, das Debut-Album "who can you trust?", mit welchem Morcheeba gleich ein Kultalbum für die Trip-Hop-Szene hingelegt hat. Ihr zweites Werk "big calm" war immer noch top, auch wenn es nicht ganz ans Erstlingswerk rankam. Das änderte jedoch dank anhaltender Morcheeba-Euphorie nichts daran, dass auch dieses Werk den berechtigten Erfolg erlangte.
Portrait: Morcheeba
Morcheeba ist eine englische Trip-Hop-Band. Sie wurde 1995 in London gegründet und bestand bis 2004 aus dem DJ Paul Godfrey, seinem Bruder Ross Godfre...
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Portishead - Third
Eine portugiesische Durchsage begrüsst mich. Dann beginnts. Geige und Gitarre. Irgendwie klingts gefährlich. Eine Spannung liegt in der Luft und das Tempo ist schnell. Es ist, als ob jemand vor seinem Feind davonrennen würde. James Bond kommt mir in den Sinn. Und jetzt kommt sie, die altbekannte Portisheadstimme, wie wir sie gern haben. Das schnelle Tempo des Liedes fällt auf. Irgendwie einfach schräger Sound. Aber das ist ja typisch Portishead. Und plötzlich: das Lied hört mitten drin auf. Finito und vorbei. "Nylon Smile" erinnert mich an Psapp. Eine Frauenstimme und lustige Instrumente im Hintergrund. Wie wenn Kinder trommeln würden. Recht lustige Tonkombinationen. Mal passen die Harmonien, und mal nicht. Es ist eine Mischung aus schön und schräg. Was mir jedoch auffällt: Der typische Trip-Hop-Beat fehlt bis jetzt! Die Stimme ist und bleibt dieselbe wie früher, aber die Instrumente dazu sind anders.
Trentemøller - The Last Resort
Was darf man von einem Album des dänischen Remixers Anders Trentemøller erwarten? Mit den Röyksopp- und Yoshimoto-Remixes hat er die Clubs in Ekstase versetzt. Und die Messlatte dementsprechend hoch gelegt. Doch wer nun ein Duztend Dancefloorkracher auf dem Debüt erwartet, wird enttäuscht. "Das neue Radiohead-Album, das nicht von Radiohead ist" - "Die zugänglichere Version von Aphex Twin" - "funkige Boards of Canada" - "Das bessere Electronica-Album als Nathan Fakes Drowning in a Sea of Love". Ja was denn jetzt? Höchste Zeit der Sache auf den Grund zu gehen. Trentemøller hat für seinen Erstling den Dancefloor verlassen und sich auf die Reise in einen kalten, düsteren Herbstwald begeben. "Take Me Into Your Skin" eröffnet das 77 Minuten lange Album mit ersten - für Trentemøller typischen - Frickeleien. Eine warme Basslinie treibt den Song voran, bis die Streicher einsetzen. Das erinnert teilweise an Massive Attacks "Butterfly Caught". Zwischendurch darf man einen klassischen Big Beat geniessen. Ein herrlicher Start und der Hörer ist in Trentemøller's Zauberwelt gefangen. Dann wirds schwerfälliger: Der böse "Vamp<...
U.N.K.L.E. - Never Never Land
mm - Fünf Jahre haben sich James Lavelle und Richard File alias UNKLE Zeit gelassen, um ihr neustes Werk "Never Never Land" auf den Markt zu bringen. Nachdem DJ Shadow nach dem Debüt-Album UNKLE den Rücken kehrte, war klar, dass sich der Sound von UNKLE ändern wird. Jedoch ist mit Richard File ein ebenbürtiger Ersatz zum Projekt gestossen. Die Platte wirkt als Ganzes sehr homogen. Ein wunderbares ruhiges und melancholisches Werk, das jedoch auch explodieren kann. Die Mischung zwischen Samples, Elektronik und klassischen Instrumenten ist überaus geglückt. Immer wieder lassen sehr gefühlvolle Klänge aufhorchen. Auf der Platte haben eimal mehr grosse Gastmusiker mitgemacht wie Brian Eno, Jarvis Cocker (Pulp), Ian Brown (Stone Roses) sowie der QOTSA-Frontmann Josh Homme und 3D von Massive Attack, der seine Stimme und deutlich seine Handschrift im Song "Invasion" hinterlassen hat. Einmal mehr genialer Sound von der Insel. In Sachen Kreativität und Verschmelzung verschiedener Musikstile sind die Engländer nun einmal Weltspitze. Kurz und gut ein perfekter Soundtrack für dunkle und kalte Wintermonate! ...
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Portrait: U.N.K.L.E.
UNKLE ist James Lavelle. Der Brite kommt 1974 in Oxford zur Welt und saugt schon in jungen Jahren Musik sämtlicher Stilrichtungen wie ein Schwamm in sich auf....
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U.N.K.L.E. - War Stories
James Lavelle, UNKLEs Motherboard sozusagen, hat sich mal wieder mit Richard File kurzgeschlossen, um das zu schaffen, was man waghalsigerweise schon bei Erscheinen im Juli 2007 als eines der Werke des Jahres zu bezeichnen versucht war: War Stories, das dritte Album der gastfreundlichen Trip-Hop-Formation. Auch nach Endigung des 07-Jahrgangs halte ich - nun fundierter - daran fest: UNKLE ist eines der besten Werke im Genre gelungen, und dies trotz oder gerade wegen einer bemerkenswerten stilistischen Offenheit, die frühere Bastardtendenzen noch übersteigt. Dass Gitarren Einzug in die Elektronik halten, ist bestimmt nichts Neues, ein derart beherzter Griff in die Gefilde des klassischen Rock-Epos, ohne dabei die Eingängigkeit der pumpenden Elektronik preiszugeben, verdient jedoch Hochachtung. Hier halten die grossen Themen mit testamentarischer Schwere Einzug: Schuld, Vergänglichkeit, Existenz und Vergebung. Hier wird das Pathos der Deep-Purple’schen Rockoper und die Trockenheit des (zuweilen stumpf-stupiden) Stonerrocks souverän eingbastelt, was sicher zum einen dem Einfluss des Queens-of-the Stone-Age-Produzenten zuzuschreiben ist und zum anderen stimmlich vom klar hervorstechenden Ian Astbury (The Cult) getrage...
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Portrait: U.N.K.L.E.
UNKLE ist James Lavelle. Der Brite kommt 1974 in Oxford zur Welt und saugt schon in jungen Jahren Musik sämtlicher Stilrichtungen wie ein Schwamm in sich auf....
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