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KONZERTBERICHT: Bad Bonn Kilbi (Samstag)

Bad Bonn 31.05.2008


Wohl kein anderes Festival in der Schweiz bietet heuer eine solche Breite an interessanten Bands wie die Bad Bonn Kilbi im freiburgischen Düdingen. Leider konnte ich, da die Kilbi an der PHBern offensichtlich zu wenig bekannt ist, um deswegen Prüfungen zu verschieben, nur am Samstag anwesend sein. Dieser Tag hatte es aber in sich.

Mein Einstieg ins Festival geschah mit einem kühlen Bier und der amerikanischen Band Why?. Sowohl das lokale Cardinal als auch die Band aus Übersee vermochten mich zu überzeugen. Irgendwie sind die Amerikaner gar nicht so verschieden von The Notwist.



Mit Colleen folgte das wohl intimste Konzert der Kilbi. Nachdem die sympathische Französin das Publikum gebeten hatte, sich zu setzten, verzauberte sie dieses mit Viola da gamba, klassischer Gitarre und Klarinette. Ganz alleine auf der Bühne baute sie mit diesen Instrumenten und einigem an Technik langsam sehr stimmungsvolle Kompositionen auf. Bemerkenswert auch, dass sie teilweise minutenlang an Knöpfen herumspielte und so an einen DJ erinnerte, nur um wenig später wieder in die Rolle eines Kammerorchestermitglieds zu schlüpfen. Eine gelungene Mischung aus barocken Klängen und moderner Technik. Wer Musik im Stile von Murcofs "Cosmos" mag, sollte Colleen zumindest einmal probehören.



Auf der grossen Bühne folgte die japanische Drone-Doom-Noise-Whatever-Band Boris. Für meinen Geschmack doch zu metal-mässig und vor allem viel zu laut. Komischwerweise gefällt mir das neue Album "Smile" vor allem ab CD, während ich mir live damit schwer tue. Dies mag daran liegen, dass die schnellen Metalelemente live mehr im Zentrum stehen, während beim Albumhören im stillen Kämmerlein auch die schrägen Elemente eher beachtet werden können und diese so mehr Gewicht erhalten. Trotzdem Musik, die die Kilbi sehr gut ergänzte, war doch (im Gegensatz zu den meisten anderen Konzerten) für ordentlich Tempo gesorgt. Höhepunkt war der letzte Song, welcher mit langsamem Aufbau und dunklen Drones glänzte und sich so von den Headbanger-Nummern, welche den Boris-Auftritt dominierten, wohltuend unterschied.

Den Anfang von Beach House verpasste ich leider, eine Folge des viel zu dichten Programms. Die Musik war aber so träumerisch wie die mit ihren Blicken im Nirgendwo verweilende Band. Vor allem die Perkussion riss live deutlich mehr mit als ab CD. Gerade im Kontrast zu Boris konnte die angenehm langsame, verträumte, aber immer auch der hübschen Melodie verpflichtete Musik ihre Schönheit entfalten. Für mich wars der Höhepunkt des Festivals.
Anekdote am Rande: Beim Cat-Power-Konzert stand ich in der zweiten Hälfte zufällig neben Beach House und konnte beobachten, wie sich diese einen Spass daraus machten Chan Marshalls doch leicht ungeschickt wirkende Bewegungen nachzuahmen.



Vor etwa drei Jahren sah ich Cat Power in Basel. Damals stand eine Frau, welche sich alleine auf der Bühne an ihrem Instrument zu schaffen machte und enorm gereizt auf alle Störungen aus dem Publikum reagierte, auf dem Programm. Ganz anders präsentierte sich Chan Marshall an der Kilbi: Die neue Cat Power hat eine Band, tanzt selbstbewusst herum und spielt Blues. Die Katze ist gezähmt worden.
Die Darbietung war aber überaus gefällig und Marshall verstand es das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Viele empfanden das Konzert als den Höhepunkt dieses Tages, ich fands zumindest sehr unterhaltend. Danach konnte ich das erste Mal bei diesem dichten Programm eine kurze Konzertpause einlegen und mich innerlich auf The Notwist einstellen.

Bei den Deutschen wurde kaum ein Song in der Albumversion gespielt. Stattdessen wurden zusätzliche Gitarrengewitter und Electro-Spielereien eingespielt, sodass die Songs noch einiges an zusätzlicher Tiefe gewinnen konnten und live ein mitreissender Sog entstand. Witzig fand ich auch die Verwendung von Wii-Pads. Schwerpunktmässig wurden Titel der letzten beiden Alben gepielt, was meinem Geschmack sehr entgegen kam.
Allerdings fand ich, dass die Musik nicht wirklich gut gemischt war. Zusammen mit der in mir angestauten Müdigkeit sorgte dies dafür, dass mir das Konzert zwar durchaus gefiel, aber dieses nicht die Wirkung entfalten konnte, die unter besseren Umständen wohl möglich gewesen wäre. Ich werde mir die Band sicherlich noch einmal live ansehen müssen.

 

Die Bands auf myspace:
Why?
Colleen
Boris
Beach House
Cat Power
The Notwist

Bilder:
1. Why?
2. Colleen
3. Boris
4. The Notwist


(as)



Kommentare von anderen Konzertbesuchern

03.06.2008
yeah war echt cool! boris definitiv viiiiel zu laut!!! notwist waren super!
 
Nici

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