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KONZERTBERICHT: IAMX, Soho Dolls

Le Trabendo, Paris 18.11.2007 Portrait
I am X

CD-Kritiken
The Alternative


Der hier schreibende OOS-Korrespondent hatte mit der Wahl seines Domizils noch Glück gehabt, als es letztes Wochenende galt, das PJ-Harvey-Konzert im "Le Grand Rex" zu erreichen: Wegen ÖV-Streiks in ganz Frankreich war zu Fuss gehen angesagt - in diesem Fall gerade mal in 15 Minuten machbar. Schon ambitionierter gestaltete sich die Sache beim "Le Trabendo" gestern Abend, wo IAMX gastieren sollte: eine Stunde Fussmarsch gestreckten Schrittes die Rue La Fayette runter zum Parc de la Vilette, wo der Club mit seinen rostfarben bemalten Wänden steht, ganz in der Nähe des "Zenith", das Archive-Fans ein Begriff sein dürfte.

Nun, in Paris lässt es sich ja bekanntlich an jeder Ecke schön spazieren und meine Anreise war wohl im Vergleich zu auswärtiger wohnenden Besuchern noch relativ komfortabel – vielen hatte der Streik anscheinend ganz den Garaus gemacht, was die doch relativ luftige Füllung der Lokation erklären würde. Der nicht unweite Weg und die offensichtlich hohe Zeitplantreue der Franzosen waren Schuld, dass Soho Dolls, die zeitgeistigen, sexy Frisuren-Supporter aus dem UK, bereits am Spielen waren, als ich eintraf, und beherzt-affektiert, zuckend und räkelnd versuchten, dem Publikum einzuheizen, sei es durch treibenden, durchweg zugänglichen Synth-Retro-Pop, gymnastische Avancen der Sängerin oder französische Sprachübungen zwischen den Tracks. Schon da wurde klar: Das Publikum mochte wohl an diesem Sonntagabend seine Zurückhaltung und streikbedingte Gestresstheit nicht ablegen, keine verruchte Rock-Etablissement-Atmosphäre wollte sich breitmachen, wie sie wohl zu den Soho Dolls gepasst hätte. Immerhin das eingängige "Stripper" brachte dann noch etwas Schwung in die Bude, dann war der Spass auch schon vorbei.


Als IAMX-Kopf Chris Corner und seine Leute – eben von einer US-Tour zurückgekehrt, die nur ein weiteres Standbein in einer Never-Ending-Tour war – die Bühne erklommen, legte das Publikum doch noch schlagartig seine Hüftsteife ab und machte, was von der Band auch immer wieder deutlich und stellenweise penetrant eingefordert wurde: Stimmung. IAMX starteten mit Klassikern wie "The Alternative", "Bring me back a Dog" sowie dem hymnischen "President", und auch "After every Party I die", "Nightlife" und "The negative Sex" waren Teil des Sets  – wobei ja das ganze Repertoire aus mittlerweile wohlbekannten Stücken der beiden Alben besteht: Neues war da für jemanden, der bereits frühere Auftritte des vergangenen Jahres sah, nicht dabei. Das Ganze wirkte denn auch bereits ein wenig routiniert, man merkte dem Electro-Derwisch und den Söldnern des Bühnenlebens das lange Touren an, allerdings auch ein gewachsenes Band-Verständnis, einen ausgeprägteren Live-Sound als bei früheren Gigs, wo die Gitarre neben den Synth-Salven teils mehr wie eine Requisite wirkte. Publikum und Band gaben sich schliesslich auch alle Mühe und so reichte es sogar für einen Zugabenblock – danach war der Applaus aber dann doch „enden wollend“ und so mancher Ausserstädtische hatte schon die Sorge um seinen Nachhauseweg im Kopf. Der Mischer winkte ab, Licht an, raus in den Regen – da war der Auftritt damals im Magnet Club Berlin dann doch deutlich delirischer, frischer.

Insgesamt auf Band-, Publikum- und Lokationsseite eine recht nüchterne Angelegenheit, was sich wohl aus den geschilderten Umständen von ÖV-Lethargie und Tourneeendspurt erklären lässt: Die Band wird ja bald – nach ein paar wenigen Auftritten u.a. im Le Transformateur in Fribourg am 23. November – hoffentlich Zeit für Regeneration und später neue Kreativität und Songs haben. Und eins sei klargestellt: Chris Corner war stimmlich und von seiner Präsenz her energetisch wie eh und je – und entgegen gelegentlich herumgereichter Gerüchte war da natürlich zu 100% alles live gesungen, abgesehen von einzelnen Backing-Vocals-Overdubs vielleicht.

Fribourg, expect to be shattered..!  

Mit Grüssen in die Schweiz, euer (w)



Das gesamte The-Alternative-Album, das für den kürzlich erfolgten UK-Release übrigens nochmal neu aufgenommen wurde, kann hier angehört werden, unser Review gibt's hier. Die Soho Dolls besucht ihr am besten hier.

Photo ©: Nickie McGowan @ IAMX-MySpace




Kommentare von anderen Konzertbesuchern

01.12.2007
Habe IAMX zuerst am sziget festival in budapest gesehen, das war ein unglaublich heftiges konzert! auch in fribourg hat er gerockt, aber als die band die bühne verliess stellte die bar per sofort ihren betrieb ein! das war vielleicht schade...
 
Bongchiller
03.12.2007
soviel ich hörte, gabs im anschluss an das konzert eine afterparty im nebenraum - denke mal, die bar wurde dahin verschoben... ;)
 
wanja
08.01.2008
Ja die Bar wurde tatsächlich nach oben an die Afterparty verschoben, inklusive DJ, den man lieber unten während den totenstillen halbstündigen Umbaupausen eingesetzt hätte. Die 4 Bands im Le Transformateur waren ja lustig und haben sich alle echt Mühe gegeben, (auch wenn IAMX viel zu kurz gespielt hat), aber he was soll das?! Lasst doch während den halbstündigen Umbaupausen etwas Musik laufen, das war ja zum einschlafen, schade...
 
GOLDMUND

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