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Everest

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Everest CD-Release Velocell (Dachstock)
  

Review: Everest - Velocell

(03.12.07 / Everest Records)  

Es beginnt leicht und sanft. Elektronisches Vogelgezwitscher und eine Art Klavier. Ein Bisschen erinnert es mich auch an die ersten Töne einer Durchsage am Flughafen. "Drencroms Atoll" gefällt mir sehr gut. Ruhige Computertönchen (Chill -out oder Ambient), und jetzt kommt der Beat dazu. Es ist Musik, die dich fliegen und träumen lässt. Erinnert mich an die Musik von Helios oder Apparat. Melancholischer Elektro.

Das Schema bleibt auch beim dritten Lied etwa ähnlich: Chill- out kombiniert mit Beat. Wobei, hier klingt der Beat eher nach "Noise" oder Maschinengeräusch. Diese ruhige Hintergrundmusik, sie lädt dich wirklich ein, zum Fliegen. Es klingt nach einer warmen Sommernacht. Als wollte man musikalisch versuchen, die Luft nachzumachen. Der Luft so nah wie möglich sein. Ganz dünn, leicht und irgendwie zerbrechlich.

"Firegold", das ist Musik, die mir sowieso immer gefällt. Einfach perfekt, diese Mischung. Wenn etwas Weiches mit etwas Hartem vermischt wird. Zwei Gegensätze treffen aufeinander und wirken fantastisch zusammen. Hier sind es Chill- out und ein harter Elektrobeat.

Und jetzt klingt es plötzlich nach Weltraum und nach einer Ufolandung. Keine Frage, diese Platte hat viel mit Luft und Himmel zu tun. Vielleicht auch mit hohen Bergen und dünner Luft. Wenn ich jetzt an den Namen "Everest" denke.
Everest ist ein Berner Musiker-Duo, bestehend aus Matu Hügli und Mich Meienberg und haben sogar ein eigenes Label: Everest Records.

Spätestens bei Nummer 5 merke ich, dass die Stärke dieser Band vor allem ist, schöne Liedanfänge zu gestalten. Und das finde ich sehr wichtig. Musik soll dich schon ab der ersten Sekunde mitreissen."Stanley" hat einen super schöner Anfang.Ich mag diese Stellen immer am Besten, wo das (elektronische) Klavier noch dazukommt.

Das Lied "Säntis" interessiert mich natürlich sehr, weil ich aus dieser Gegend komme. Und ich kann mir eine Wanderung auf den Säntis gut vorstellen. Vogelgezwitscher, ein frischer Morgen, Tagesaufbruch und eine Prise Appenzeller Streichmusik .

"Velocell", das ist ruhige Musik. Auch wenn es noch einen Beat dazu hat - der verhält sich sanft und zurückhaltend. Aber dann gibt es auch Vogelgezwitscher, das mal zu viel wird. Oder Stellen, die mir zu fest nach Esoterik und Meditation klingen. Und mit der Zeit wird die CD recht anstrengend zum hören, weil ich das Gefühl habe, es sei immer wieder dasselbe. Die Stärke von "Velocell" finde ich eindeutig die Liedanfänge, die sind super. Aber danach fehlt wie etwas. Es geht nicht mehr weiter, nachdem es mal gut angefangen hat. Es gibt immer wieder sehr schöne Stellen auf der CD, aber die verschwinden viel zu schnell wieder. Darum fällt es mir schwer, die Platte von Anfang bis Ende durchzuhören. Vielleicht bräuchte es wie noch das gewisse Etwas dazu? Eine Stimme oder ein weiteres Instrument?

(meret)

Ins ganze Album reinhören kann man hier: http://www.everestrecords.ch/velocell oder auf ihrer MySpace-Seite.



Tracks:
  1. Collocoll
  2. Drencroms Atoll
  3. Rigor
  4. Firegold
  5. Stanlay
  6. Smertre
  7. Waldau
  8. Flip Bitva
  9. Bolnoy Hazard
  10. Carman
  11. Velocell
  12. 3776
  13. Tomtick
  14. Wollap Wave
  15. Luscious Kerosene
  16. Saentis
  17. Telnet
Bewertung:


Kommentare


ein top album!

intro / 14.02.2008

Bewertung:
Ja. Gefällt mir auch sehr.

Jacques / 29.02.2008

Bewertung:
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