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Review: Horace Andy & Ashley Beedle

 Inspiration Information

(09.02.09 / Strut / K7 (ALIVE))

Zuerst sollen hier allfällige Befürchtungen von Massive-Attack-Fans zerstreut werden: Die Aufnahmen des hier vorliegenden Albums sollen gerade mal fünf Tage in Anspruch genommen haben, sodass Horace Andys Beteiligung daran die fünfte Massive-Attack-Scheibe nicht weiter verzögert haben dürfte. Man darf sich also auch als Anhänger des Bristolor Kollektivs über dieses Album freuen. Durch dieses wird die Wartezeit auf das Massive-Attack-Album, welches eventuell „Weather Underground“ heissen wird, zumindest dadurch versüsst wird, dass man die Stimme, welche einem spätestens seit „Blue Lines“ begleitet, im Rahmen der „Inspiration Information“-Reihe geniessen darf.

Bei „Inspiration Information“ lässt das Label Strut, welches vor allem dafür bekannt ist, in Vergessenheit geratene internationale Dance-Titel wieder zu veröffentlichen, jeweils einen altgedienten Künstler auf einen jüngeren Musiker treffen. Den Anfang machten im September Jamaicas wohl bekanntestes Produzententeam Sly and Robbie und der Amerikaner Amp Fiddler. Für die zweite Ausgabe wurden nun das Reggae-Urgestein Horace Andy und der britische House-Produzent Ashley Beedle zusammengebracht. Beedle war insofern eine nicht unlogische Wahl, als er auch schon Bob Marleys "Get Up, Stand Up" geremixt hat.

Das Album ist von düsterer Melancholie à la Massive Attack so weit wie möglich entfernt und Andy, dessen Stimme ganz klar im Zentrum aller Tracks steht, erzeugt Themen wie Liebe, Gemeinschaftssinn und Gewaltlosigkeit besingend eine durchwegs positive Grundstimmung, welche auch von Beedle unterstützt wird. Textlich am bemerkenswertesten ist sicherlich die erste Single „Rasta Don't“, welche vor allem von Vegetariern gerne gespielt werden dürfte. Zu einem beschwingten Dancehall-Rhythmus erklärt uns Andy, dass Rastas keine Shrimps, kein Lamm, keine Sardinen und erst recht keinen Fast Food (rasta don't want macdirty bzw. rasta don't want burger stink) essen würden - ein überaus humorvolles Statement für die vegetarische Lebensweise und gegen die Fast-Food-Kultur.

Musikalisch deckt das Album einige Genres ab: Neben einem Bob-Marley-Cover, sind einige dubbige Titel wie „Watch Me“, ein Funk versprühendes „Hot Hot Hot“, ein kleiner Abstecher in die Gefilde des Dubsteps („2 Way Traffic“), die bereits erwähnte Dancehall-Nummer und sogar ein Cover des Rolling-Stones-Klassikers „Angie“ enthalten. Darunter hat es leider kaum etwas, was wirklich neu und originell klingt, allerdings gibt es auch kaum einen Track, bei dem der Drang weiterzuskippen entstehen würde. Der Gesang ist, wie von Andy nicht anders erwartet, durchgehend überzeugend, die Lyrics gefallen durch ihre optimistische Weltsicht und die eine oder andere Priese Humor und auch an der Produktion ist nichts zu bemängeln.

Fazit: Ein kurzweiliges, wenn auch nicht überragendes Album.

(as)



Tracks:
  1. When The Rain Falls
  2. Watch We
  3. Seek It
  4. Rasta Don't
  5. The Light
  6. Angie
  7. Hot Hot Hot
  8. Hypocrite
  9. Two Way Traffic
  10. Babylon You Lose
  11. Festival Song
Bewertung:


Portrait
Horace Andy & Ashley Beedle
   

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