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Review: Network!

 Monolectric

(11.04.08 / Timezone)  

Die Formation Network! existiert bereits seit 1987, ein Alter, und dies ist hier durchaus positiv zu verstehen, das man ihr auch anhört. Eigentlich ist man geneigt Network! sogar älter einzuschätzen, denn die  Einflüsse der Schweizer reichen weit zurück. Der Elektro-Pop der Band scheint viele der grossen elektronischen Strömungen seit den Siebzigern absorbiert zu haben. Nicht zuletzt dürfte die Musik von Kraftwerk eine grosse Inspiration gewesen sein. Die Verbeugung vor den diversen Elektro-Pionieren aus Deutschland geschieht dabei am offensichtlichsten im teils deutsch, teils englisch gesungenen Track „Heimatlos“. Ob das Ausrufezeichen hinter „Network“ als Respektbezeugung an Neu! verstanden werden kann, entzieht sich allerdings meinen Kenntnissen. Auch die Wurzeln in den Achzigerjahre wurden nie gänzlich vergessen: Depeche Modes Einfluss zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Dank moderneren Elementen wirkt Network! aber auch neben aktuellen Elektro-Pop-Bands wie Ladytron oder Goldfrapp nicht veraltet.

Gestartet wird die CD mit dem Track „Automatique L.O.V.E“, bei welchem nicht nur der Titel ein Hommage an Kraftwerks „Roboter“ zu sein scheint. Die verzerrten Roboterstimmen und der monotone Rhythmus sorgen dafür, dass der Titel sehr kalt wirkt und der Mensch-Maschine-Ästhetik der Düsseldorfer relativ nahe kommt. Allerdings wird bereits mit dem zweiten Song wieder Wärme verbreitet. Schon der Titel „Feeling Good“ verkündet von der Rückkehr des Menschlichen. Dieser Dancefloor-Track lebt dabei sehr von der wunderbaren Stimme von Network!-Neumitglied Bettina Diem, welche "Monolectric" ganz allgemein gut ansteht. Wie bereits der Kontrast der beiden ersten Titel ankündigt, lebt das Album sehr vom Kontrast zwischen elektronischer Kälte und einer Wärme, welche mit Streichern, Gitarren und den Stimmen von Bettina Diem und Olivia Spinatch erzeugt wird.

Die langjährige Erfahrung von Network! erkennt man daran, dass sie sich nicht nur auf das oben erwähnten Wechselspiel abstützen. Beinahe jeder Track verfügt über die eine oder andere Idee, die ihn einzigartig machen. Erwähnenswert ist der Titel „Cockpit Rider“, welcher einen von „Money For Nothing“ inspirierten Riff mit einem treibenden Beat kombiniert. Ebenfalls herausragend ist „Manila Home Video“, ein unruhiger Video-Game-Music-Track, welcher an allen Ecken fiept und piept, ein paar trashige Hoovers bietet und von Diems Stimme zusammengehalten wird. Auch der Abschluss des Albums mit „Tonight“, welches sehr an die Musik Depeche Modes in den Achzigern erinnert und einen wunderbar euphorischen Refrain bietet, gelingt Network! souverän.

Kann man dem Album sicher nicht Ideenlosigkeit vorwerfen, so wird ihm teilweise das Gegenteil ein bisschen zum Verhängnis. Manchmal werden schlicht zu viele Ideen in einen Track gepackt und diese nicht so sehr ausgekostet, wie es möglich gewesen wäre. So startet beispielsweise „Forget The System“ durchaus passend mit Pfeiffern und Trommlern, allerdings ist deren Auftritt doch sehr kurz und wird nicht mehr aufgegriffen. Auch sonst beinhaltet das Album noch einige hübsche Ideen, die leider nicht noch einmal aufgenommen werden, was vor allem zu Lasten der Tanzbarkeit geht. Hier besteht meiner Meinung nach ein gewisses Optimierungspotenzial für Remixes.

Trotzdem: Wer Elektro-Pop à la Depeche Mode mag, darf bei diesem Album, welches seit dem 31. Januar 2009 auch in unseren deutschsprachigen Nachbarländern erhältlich ist, blind zugreifen.

(as)



Tracks:
  1. Automatique L.O.V.E
  2. Feeling Good
  3. Cockpit rRder
  4. Electric
  5. Heimatlos
  6. Summer Rain
  7. Wasteland
  8. Forget The System
  9. Mr. President
  10. Manila Home Video
  11. Urban Spell
  12. Tonight
Bewertung:


Portrait
Network!
   

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