Gestern habe ich mir wegen dem kaum je eine Pause einlegenden Regen, der die Gurtenwiese langsam in eine Sumpflandschaft verwandelte, und mangels anderer interessanter Acts nur den Friendly-Fires-Ersatz Morph angeschaut. Morph, dies sei vorweg genommen, war sicher mehr als ein würdiger Ersatz für die Synthie-Popper. Die Australier spielten live – mit Drums, Keyboard, Bass, Geige und Gitarre – von elektronischer Musik inspirierte Sounds, wobei von Big Beat über Drum’n'Bass bis Goa sehr viele Genres zumindest angespielt wurden. Beeindruckend war sicher, wie präzise der Drummer Ben Crook die teils sehr schnellen Beats umsetzten konnte. Laut eigenen Angaben ist Crook von der Drumming-Kultur der australischen Byron Bay Area beeinflusst. Auch die Spielfreude der Band, mit der die meist recht ausgedehnten, mit seinen Improvisationen an Jazz erinnernden Kompositionen präsentiert wurden, war ansteckend. Man merkte den Australien richtiggehend an, dass sie hungrig nach Festivalauftritten sind. Geschickt wurde für das Publikum, das sich wohl vor allem wegen dem strömenden Regen zur Zeltbühne begeben hatte und in dem die wenigsten Morph kannten, Prodigys Hit “Breath” eingebaut, was die Anzahl Tanzender schlagartig vervielfachte. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands am diesjährigen Gurtenfestival, die dazu neigten ihre Zeit nicht annähernd auszuschöpfen, musste Morph mittels eines Schildes ermahnt werden, die Show endlich abzubrechen, was sie nur widerwillig taten.
Wer Live-DnB wie à la Roni Size oder London Electricity mag, dürfte auch an Morph gefallen finden.
Homepage: http://www.morphmusic.org
Bild: http://www.morphmusic.org













Gurtenfestival 2009: Samstag und Sonntag | Out of space :: Blog says:
[...] Aufforderung zum Schwitzen ganz in Ordnung, konnte ich sie in neuem Gewand kaum aushalten. Während Morph am Vortag zwar auch immer wieder massive Bässe oder simple Melodien spielte, aber viel Zeit in den [...]
Jul 18, 2009, 21:07